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Thomas Platt Kunstpunkte 2017

Thomas Platt in der Kunstmuellerei

Thomas Platt

wurde am 4.2. 1952 in Eberbach am Neckar geboren. Manisches Zeichnen setzt in früher Kindheit ein. In der Schule führt es zu ernsthaften Verfolgungen. Trotzdem Abitur. Nach Zivilem Ersatzdienst Studium der Germanistik in Heidelberg und Berlin, Abschluss als Magister Artium. Dennoch klappt die Tür des Lebens nicht hinter ihm zu. 

Nach beruflichen Selbstversuchen u.a. als Bühnenarbeiter an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer, in Werbung und PR wendet er sich auch dem Schreiben zu. In der Folge entstehen zahlreiche Drehbücher für Film- und TV-Produktionen, die mitunter ein Millionenpublikum erreichen. Allmählich tritt die journalistische Arbeit über Essen und Trinken sowie Kunst- und Kulturgeschichte hinzu. 

Thomas Platt, der das Thema Brotberuf beim Wort nahm, gehört heute zur Elite der deutschen Restaurantkritik und veröffentlicht regelmäßig Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, im Berliner „Tagesspiegel“ sowie in diversen Magazinen. Im Magazin „Effilee“ vereint eine Kolumne, die jeweils von einer Platt-Illustration begleitet wird, die Beziehungen zwischen Kunst und Kochkunst. In der in Londoner „Four“ erscheinen regelmäßig Reproduktionen seiner Gemälde zu den behandelten Themen. Daneben zahlreiche Buchtitel, darunter ein Roman. Mehrere Fernsehauftritte als „Der Kritikator“ im NDR zeigen Platt auch als Darsteller. Für den Youtube-Kanal „Rapskauz“ entstehen seit 2014 in Zusammenarbeit  mit dem Dokumentarfilm-Regisseur Sascha Henn Clips mit magischem Unfug.

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Nach einer ersten Ausstellung des Zwanzigjährigen in seiner Heimatstadt, entstehen in den Siebzigern vor allem Zeichnungen, die verstreut publiziert werden; in den achtziger und neunziger Jahren Aktionskunst. Mehrere als Nachrichten getarnte Fake-Depeschen gelangen in die Öffentlichkeit, darunter die inzwischen stilbildend gewordene „Edition Sual“, gemeinsam verfasst mit dem Publizisten und späteren „Die Welt“-Herausgeber Thomas Schmid (fiktives Buchprogramm einer ebenso fiktiven Kooperation des Suhrkamp-Verlages mit dem Discounter Aldi, zuletzt analysiert in „Mittelweg 36 Zeitschrift der Hamburger Instituts für Sozialforschung“) und unter die Leute gebracht auf der Frankfurter Buchmesse 1981. 1995 folgt die nun wieder aktuelle Plakataktion „Kamele raus – Deutscher Zoo den Deutschen Tieren!“ Weitere Aktionen mit Julius Grützke, die mit dem Sensationismus der News-Produktion spielen, werden in Szene gesetzt. Zu gehört die Fake-Ankündigung von Studio Babelsberg zum Film „Glowing in the Dark“, der das Leben von Eva Braun zum Gegenstand haben sollte.

 

Einzelausstellungen (Auswahl): 

1970 Eberbach, Hinterhofgalerie Egon Haßbecker

2011 Rügen, „Prospektive II“ im Hotel Fürst Jaromar

2011 Düsseldorf, „Panzerschlacht“ bei Reinmetall

2012 Berlin, „Im Schatten bunter Mädchenhüte“, Grand Hotel Palace

2014 Berlin, „Manischer Realismus“ im Giro (kuratiert von Igor Paasch)

2014 Düsseldorf, „Cognitive Shuffle“ bei Reinmetall

2015 Hamburg, „Neue Bilder“, Heaven’s Gate (kuratiert von Prof. Dr. Stephan Porombka, Universität der Künste in Berlin) 

2016 Düsseldorf, „Kritzel & Krise“ bei Reinmetall

2017 Berlin, „Menschen des 21. Jahrhunderts“, zusammen mit Kristina Kegelmann und Stephan Porombka, Neue Galerie Berlin

 

Filmographie (Drehbuch)

„Schafe in Wales“, Kleines Fernsehspiel/Regie: Christoph Schlingensief (ZDF), 1988 (mit Ulrich Moritz und Sybille Lewitscharoff)

„Benjamin Blümchen als Butler“, Berlin (KIOSK/hör + lies), 1990 (*mit Elfie Donnelly) als Video u. MC/Aussstrahlung ZDF

„Benjamin Blümchen als Taxifahrer“, Berlin (KIOSK/hör +lies), 1991 (* mit Elfie Donnelly) als Video u. MC/Ausstrahlung  ZDF

„Benjamin Blümchen – Wo ist Otto?“, Berlin (KIOSK/hör + lies), 1991 (*mit Elfie Donnelly). Video u. MC/Ausstrahlung  ZDF

„Benjamin Blümchen – Die Ballonfahrt“, Berlin (KIOSK/hör + lies), 1991 (*mit Elfie Donnelly). Video u. MC/Ausstrahlung  ZDF

„Benjamin Blümchen und der Weihnachtsmann“, Berlin (KIOSK/hör + lies), 1992 als Video und MC etc.

„Werner – Beinhart“, Filmbuch 1990

„Asterix in Amerika“, Berlin 1994 (Extrafilm/Jugendfilm). Film/Video/TV.

Zusammen mit Julius Grützke Entwicklung und Stories für TV-Serie „Hausmeister Krause – Ordnung muß sein“ (Constantin Film/Sat 1 1998 u. 2000).

„Werner – Eiskalt“, Kinofilm, Premiere 2012

Zahlreiche Buchveröffentlichungen zum Thema Berlin („Der Geheime Berlin-Verführer“ und zuletzt „Berlin im Griff“/Rowohlt 1998), die Filmbücher zu „Werner – beinhart“ u. „Werner – Das muß kesseln!“, das Kinderbuch „Schlapp – Ein Hausschuh macht sich auf die Sohle“ (1988) sowie mit Maleen Junge die Buchserie „Die Ponys vom Heide­hof“ (Carlsen Verlag Hamburg u. C.Bertelsmann, München), „Kochbuch für Stümper“, 2 Bände (Achterbahn 1990 u. 1999) und mit Julius Grützke Briefroman „Liebe Mieter und Untermieter“ (Eichborn 1997). Zuletzt mit Rötger Feldmann/Brösel „WERNER – Exgummibur“ und „WERNER – Volles Rooäää“ (beide Achterbahn Verlag).